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Ganzheitlich-Integrative Atemtherapie: Verborgene Unterschiede und Vorteile für Ihre Gesundheit

  • Autorenbild: Denise Geier
    Denise Geier
  • 2. Dez. 2022
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 10. Feb.

Atemtherapie ist mehr als nur eine Technik zur Verbesserung der Atmung. In der Schweiz gibt es verschiedene Formen, die sich in Ansatz und Wirkung unterscheiden. Die Ganzheitlich-Integrative Atemtherapie (GIA IKP) ist eine anerkannte komplementärtherapeutische Methode, die den Menschen in seiner Gesamtheit betrachtet. Viele wissen nicht, dass es neben der schulmedizinischen Atemtherapie auch diese alternative Form gibt. Dieser Beitrag erklärt die Besonderheiten der GIA IKP, ihre Ziele und wie sie Ihre Gesundheit nachhaltig unterstützen kann.


Nahaufnahme eines Atemtherapie-Modells mit Fokus auf Atembewegungen
Ganzheitliche Atemtherapie in der Praxis

Unterschiedliche Atemtherapien in der Schweiz


In der Schweiz ist die Atemtherapie als komplementärtherapeutische Methode offiziell anerkannt und wird von der Organisation der Arbeitswelt KomplementärTherapie (OdA KT) geregelt. Die GIA IKP ist eine von mehreren anerkannten Atemrichtungen, die im Atemfachverband Schweiz (AFS) zusammenarbeiten. Jede Richtung hat eigene Schwerpunkte und Ressourcen, verfolgt aber gemeinsame Ziele:


  • Förderung der Gesundheit durch bewusste Atemarbeit

  • Unterstützung bei körperlichen und psychischen Beschwerden

  • Stärkung der individuellen Ressourcen und Selbstheilungskräfte


Die schulmedizinische Atemtherapie, die oft in der Physiotherapie eingesetzt wird, konzentriert sich meist auf funktionelle Atemprobleme, etwa bei Lungenerkrankungen oder nach Operationen. Die GIA IKP hingegen betrachtet den Menschen ganzheitlich und bezieht alle Lebensdimensionen in die Therapie ein.


Das anthropologische Würfelmodell der GIA IKP


Das Herzstück der Ganzheitlich-Integrativen Atemtherapie ist das anthropologische Würfelmodell nach Dr. Yvonne Maurer. Dieses Modell zeigt, wie alle Lebensdimensionen miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen. Die Therapie arbeitet prozesszentriert und ressourcenorientiert, das heißt:


  • Der Mensch wird in seinem individuellen Atemgeschehen wahrgenommen

  • Körperliche, geistige, emotionale und soziale Lebensbereiche werden berücksichtigt

  • Ziel ist es, eine dynamische Balance zwischen diesen Dimensionen zu finden


Ungleichgewichte in einem Bereich wirken sich auf die anderen aus und können langfristig zu Beschwerden oder Krankheiten führen. Die GIA IKP unterstützt dabei, Blockaden zu lösen und das Wohlbefinden zu steigern.


Wie die GIA IKP in der Praxis wirkt


In der Praxis zeigt sich oft, dass Klientinnen und Klienten mit einer ärztlichen Verordnung für Atemtherapie nicht wissen, welche Form der Therapie sie erhalten. Die GIA IKP bietet hier einen wichtigen Mehrwert, indem sie nicht nur die Atmung verbessert, sondern auch die Lebensqualität insgesamt stärkt. Beispiele aus der Praxis:


  • Menschen mit chronischem Stress lernen, durch bewusste Atemtechniken Ruhe und Entspannung zu finden

  • Patienten mit psychosomatischen Beschwerden erfahren eine Verbesserung ihrer Symptome durch die Verbindung von Atem und emotionaler Verarbeitung

  • Personen mit körperlichen Einschränkungen werden unterstützt, ihre Ressourcen zu aktivieren und neue Bewegungsfreiheit zu gewinnen


Die Therapie passt sich individuell an die Bedürfnisse und Lebenssituationen der Klienten an.


Seitenansicht eines ruhigen Raumes mit Atemtherapie-Materialien und entspannter Atmosphäre
Therapieraum für ganzheitliche Atemarbeit

Vorteile der Ganzheitlich-Integrativen Atemtherapie


Die GIA IKP bietet mehrere Vorteile, die sie von anderen Atemtherapien abheben:


  • Ganzheitlicher Ansatz: Sie berücksichtigt alle Lebensbereiche und fördert eine umfassende Gesundheit.

  • Individuelle Anpassung: Die Therapie orientiert sich an den persönlichen Bedürfnissen und Ressourcen.

  • Förderung der Selbstwahrnehmung: Klienten lernen, ihren Atem bewusst wahrzunehmen und zu steuern.

  • Unterstützung bei vielfältigen Beschwerden: Von Stress über chronische Schmerzen bis zu Atemwegserkrankungen.

  • Integration in den Alltag: Techniken können leicht in den Alltag übernommen werden, um langfristig das Wohlbefinden zu stärken.


Diese Vorteile machen die GIA IKP zu einer wertvollen Ergänzung in der Gesundheitsvorsorge und Therapie.


Was Sie bei der Wahl der Atemtherapie beachten sollten


Wenn Sie eine Atemtherapie verordnet bekommen, lohnt es sich, nachzufragen, welche Methode angewendet wird. Die Unterschiede zwischen schulmedizinischer und komplementärtherapeutischer Atemtherapie sind nicht immer klar. Fragen Sie nach:


  • Welcher Ansatz verfolgt wird

  • Wie die Therapie auf Ihre individuellen Bedürfnisse eingeht

  • Welche Ziele mit der Atemtherapie erreicht werden sollen


Informieren Sie sich auch über die Qualifikation der Therapeutin oder des Therapeuten. Die GIA IKP wird in der Schweiz speziell gelehrt und ist durch die OdA KT anerkannt.


Atemtherapie als Teil eines gesunden Lebensstils


Die Ganzheitlich-Integrative Atemtherapie kann mehr sein als eine Behandlung bei Beschwerden. Sie unterstützt Sie dabei, Ihre Gesundheit aktiv zu gestalten und Stress besser zu bewältigen. Regelmäßige Atemübungen helfen, die innere Balance zu stärken und die Lebensqualität zu verbessern.


Probieren Sie einfache Atemtechniken aus, wie das bewusste Ein- und Ausatmen oder das langsame Zählen beim Atmen. Diese kleinen Übungen können bereits positive Effekte zeigen und sind ein guter Einstieg in die ganzheitliche Atemarbeit.


Aus dem Bericht in physiopaed Bulletin 40

 
 
 

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